Fast fünf Tage war der Luftraum gesperrt. Je nach Standort kürzer oder länger. Nun wo wieder vieles läuft, stellt sich die Frage, wer bezahlt? Harry Hohmeister, CEO der Swiss, plädierte in einem Interview mit der Rundschau für Solidarität mit der Aviatik.
Die Entscheidung, ob geflogen wird oder nicht, hängt vom BAZL (Bundesamt für Zivilluftfahr) oder Skyguide ab. Die Aviatik hatte bereits durch die Finanzkrise weniger verdient und kann nun diese Naturkatastrophe nicht alleine tragen. Sie prüft politische und rechtliche Schritte.
Irgendwie liegt der Gedanke nahe, dass man sich als Bürgerin oder Bürger solidarisch zeigt. Aber ... ...
Es gibt ja so etwas wie das unternehmerische Risiko. 5 Tage Ausfall entsprechen 1.37% auf den Jahresumsatz. Das sollte eigentlich in der Toleranzgrenze liegen, gerade auch im Hinblick, dass die Wirtschaft wieder anzieht.
Weiter denke ich, dass es genug ist. Noch zu nahe sind die Investitionen des Bundes zur Rettung der Swissair. Die Steuerbeiträge zur Rettung der UBS, etc.
Es gibt soetwas wie eine höhere Macht, der man sich beugen muss. Alles kann man nicht kontrollieren und versichern. Das sollten die Leute der Aviatik wissen, sie sind ja tendenziell näher beim Himmel als die anderen Menschen.