Die Sprachvielfalt in der Schweiz gibt immer wieder zu Diskussionen Anlass. Der Anspruch vermehrt in der Primarschule Englisch zu unterrichten hat an verschiedenen Orten zu Bedenken geführt, ob einige Kinder damit nicht überfordert sind. Vorrangig vor dem Englisch ist der Wunsch, dass die Kinder eine zweite Landessprache lernen und so die Kommunikation innerhalb der Schweiz sichergestellt ist.
Bei Kindern, die nicht eine Landessprache als Muttersprache haben verschärft sich das Problem noch.
Mit der Einführung der Amtssprache Englisch liessen sich viele Probleme lösen. Wie sieht das Modell aus?
Als Schweiz weit verbindende Sprache wird Englisch als Amtssprache eingeführt.
Das minimale Sprachkonzept sieht dann folgendermassen aus:
- Erste Landessprache je nach Landesteil (Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch)
- Amtssprache Englisch verbindlich als Zweitsprache für alle Landesteile
- Zweite Landessprache für sprachinteressierte Kinder und/oder Muttersprache für Kinder, die keine der Landessprachen sprechen
Für die Integration in die Schule wäre folgendes Szenario denkbar
- Erste Landessprache wird von der Grundstufe bis zur Sek-StufeII unterrichtet. Und erhält somit das nötige Gewicht für den Erwerb einer soliden Sprachkompetenz.
- Die Amtssprache wird ab der vierten Klasse bis zur Sek-StufeII unterrichtet. Vorstellbar wäre die Amtssprache auf Sek-StufeII als Unterrichtssprache einzusetzen.
- Die zweite Landessprache würde für begabte oder interessierte Kinder ab der Sek-StufeI, also ca. 7. Klasse eingeführt
Welche Probleme könnte man so lösen?
- Die Schweiz bekommt ein Sprachmodell, das die föderalen Strukturen und
Eigenheiten intakt lässt ohne den Bildungsbereich zu überfordern.
- Es gibt weniger Überforderungssituationen für weniger begabte Schülerinnen und Schüler (Lehrpersonen eingeschlossen). Durch die Reduktion der Sprachvielfalt auf maximal zwei Sprachen, können gezielt Schwerpunkte gebildet werden (Landessprache und eine Fremdsprache).
- Mit der Einführung des Englisch als Amtssprache steigt die Bedeutung der Sprache enorm. Die Motivation diese Sprache zu lernen ist bei allen sehr hoch, weil ihr alle im Alltag begegnen. Das heisst die ganze Schweiz würde zweisprachig. Durch die intensivere Nutzung der Sprache steigt sicher die Sprachkompetenz, was der Wettbewerbsfähigkeit und der internationalen Ausrichtung der Schweiz entgegenkommt. Der Anschluss an die mehrheitlich Englisch orientierte Informationsgesellschaft ist dadurch sichergestellt.
- Die ganze Bundesverwaltung könnte vereinfacht werden, wenn Gesetzestexte, Verordnungen auf Bundesebene nur noch auf Englisch und nicht mehr in allen Landessprachen produziert werden müssen. Alle Sprachregionen müssten die gleichen Konzessionen machen. Es gäbe keine Dominanz des Deutschen mehr.
Mit entsprechenden Übergangsfristen z.B. 20 Jahre, wäre die Umstellung sicher machbar. Denk mal darüber nach!