Der Aufstieg des Ehepaars Kppp verlief über Jahre kometenhaft. Er, ein
bekannter Anwalt, Major in der Armee und Moderator am Schweizer Fernsehen, sie, eine
brilliante Politikerin und die erste Bundesrätin in der Schweiz. Doch
Macht und Einfluss haben auch ihre Schattenseiten und das wurde besonders bei Hans W. Kopp spürbar, wie der
Blick in seinem Artikel heute aufzeichnet.
Der
definitive Abstieg des Ehepaars Kopp begann mit dem Rücktritt von Bundesrätin Elisabeth Kopp vor 20 Jahren, am 12. Januar 1989, weil sie in einem Telefongespräch ihren Mann vor einem laufenden Verfahren gegen die Firma Shakarchi Trading AG, in dessen Verwaltungsrat er sass, warnte und dies zuerst nicht zugab.
Wohl wenige Ehepaare erreichten gemeinsam in der Schweiz soviel und verloren danach soviel. Das Schlimmste war wohl der
Verlust ihres Rufs. Tragisch war, dass
viele Schweizerinnen und Schweizer dem Ehepaar Kopp ihre Fehler nie verzeihen konnten, auch nach vielen Jahren nicht.
Jede neue Schlagzeile im Laufe der letzten 20 Jahre weckte alte Erinnerungen und verhinderte, dass die Wunden verheilen konnten.
Der
Tages-Anzeiger schreibt heute in einem Artikel dazu: "Die Frage ist, warum sie nie aufgaben und nie auswanderten. «Die beiden sind Kämpfer», sagte ein naher Freund. «Niederlagen gibt es nicht. Und - wie der Teufel im Film sagt: "Eitelkeit ist meine Lieblingssünde. Sie sind eitel.
Die Kopps sind ein zutiefst bürgerliches Paar. Aber auch zutiefst unbürgerlich: Sie wollen alles. Alles - Kunst, Politik, Macht, Würde, die perfekte Liebe -, sie werden nie aufgeben.»"
Mit dem Tod von Hans W. Kopp endete eine grosse Liebe. Denn Elisabeth Kopp hielt während der Ehe, die mehr als 48 Jahre dauerte, treu zu ihrem Mann, bis zuletzt. Und der
Tages-Anzeiger schreibt treffend:
"Das Durchstehen einer 20-jährigen Niederlage machte sie zu einem grossen Paar".