Eines ist klar:
Die Zeiten sind vorbei, als ein grosser Teil der SVP geschlossen hinter Christoph Blocher stand. Zuviel ist politisch in der Zwischenzeit geschehen:
Die berühmt-berüchtigte Fernsehsendung, wo sich Gerhard Blocher zu den politischen Gegnern seines Bruders äusserte, die
ausschliessende Haltung der SVP-Fraktion im Bundeshaus gegenüber den damaligen SVP-Bundesräten Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf, der Ausschluss der damaligen SVP-Sektion Graubünden und die
Gründung der Bürgerlich-Demokratischen Partei.
All das trug dazu bei, dass
sich vermehrt verschiedene Meinungen und Vorstellungen innerhalb der SVP gebildet haben. Das zeigt auch das jetzige Kandidatenkarussel zur bevorstehenden Wahl eines neues Bundesrats.
Eins ist klar: Die SVP will in den Bundesrat zurück. Die Rolle in der Opposition bekommt ihr nicht. Es ist halt doch interessanter, politisch auf höchster Ebene mitzuentscheiden, als einfach nur zu versuchen, die Politik der anderen Parteien zu torpedieren.
Und: Die vielen Bundesratskandidaten aus den verschiedenen Sektionen der SVP sind ein gutes Zeichen: Sie zeigen auf, dass
demokratische Spielregeln auch in der SVP wieder verstärkt eine Rolle spielen.
Jetzt stellt sich die Frage:
Wer wird die Nachfolge von Bundesrat Samuel Schmid antreten und am 10. Dezember 2008 neuer Bundesrat?