Mit dem gekröpften Nordanflug wäre die verlorene raumplanerische Sicherheit wieder etwas zurückgewonnen gewesen. Leider wurde die Anflugvariante auf politischer Ebene unter fadenscheinigen Gründen abgelehnt.
Unabhängige Messungen sollen nun die Belastungen der Betroffenen Länder und Bevölkerungsgruppen objektiv festhalten. Vermutlich wird es ein paar Jahre gehen, bis man sich auf ein Messverfahren geeinigt hat. Dann werden sicher die Messungen ein paar Jahre beanspruchen bis erste Resultate vorliegen.
Ich wage schon jetzt die Behauptung, dass auf grund der Resultate ganz unterschiedliche Schlussfolgerungen gezogen werden. Vermutlich gibt es keine gütliche Einigung solange man einseitig auf der Lärmschiene argumentiert. Vermutlich wäre ein ökologisches und ökonomisches Gesamtverkehrzskonzept mit Deutschland sinnvoll.
Grosse Akzeptanz hat bei der Bevölkerung das
Verursacherprinzip.
Fordern die Deutschen in dieser Resolutheit, dass sie keinen Anteil an Fluglärm haben wollen, dann wäre wohl eine etwas weiter gefasste Perspektive sinnvoll. Ein öklogisches Modell, das Fahrkilometer zum Flughafen aus dem Süddeutschen Raum, Fahrkilometer Alpentransit verursacht durch Deutsche und den Anteil Flugpassagiere aus Deutschland mit einbezieht. Berücksichtigen könnte man den Schadstoffausstoss und die Lärmimmissionen. Gleich müsste man natürlich die Werte der Schweizer in Deutschland erheben. Das gäbe am Schluss dann eine Bilanz über alle Störungsparameter.
Mein Vorschlag wäre, allfällige Abweichungen in der Öko-Bilanz zwischen Deutschland und der Schweiz über CO2-Zertifikate auszugleichen.
Oder wenn man noch weiter rechnen will, kann man versuchen der Anteil der Verkehrsinfrastruktur an der Wertschöpfungskzette zu quantifizieren und diesen in die Ökobilanz einzurechnen. So würde man vermutlich nochmals zu einer faireren Lösung kommen.
Allerdings braucht dieser Prozess Zeit. Vermutlich ist daher eine Flughafen Verlagerung die schnellste Variate.