JJ3 wurde gestern von den Bündner Wildhütern nach erteilter Abschussfreigabe zur Strecke gebracht. In einer Konsum orientierten Gesellschaft, die gerne auf Convenience Food setzt, hat es keinen Platz für Bären. Bären, die sich bequem an Siedlungsabfällen gütlich tun und auf die langwierige Nahrungssuche in der freien Wildbahn verzichten.
Bemerkenswert war seine Schlauheit im Umgang mit den Vertreibungsversuchen durch die Wildhüter. Er soll sogar deren Autos gekannt haben. Weiter hat er festgestellt, dass wenn die Wildhüter die Scheiben runter lassen eine Packung Gummischrott folgt.
Vermutlich ist JJ3 100 Jahre zu früh eingewandert. Es braucht noch ein paar weitere Jahre, bis die Bergtäler sich weiter eintvölkert haben, es mehr Platz gibt für die Natur und eventuell auch für einen grösseren Nationalpark.
Auch die Bevölkerung braucht noch etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen, dass Bären auch Kulturfolger sind. Im Umgang mit Bären in Siedlungsgebieten haben wir noch wenig Erfahrung. Unsere Umgangsformen müssen noch etwas verfeinert werden. Das es zum Abschuss kam, ist sicher noch kein Erfolg.
Wer gerne einen Nachruf an JJ3 publizieren will, kann das über einen Kommentar in diesem Nekrolog erledigen.