Der Nationalrat hat in der gestrigen Ratssitzung über das Sprachengesetz befunden und diesem als Erstrat auch zugestimmt. Der Entscheid ist in verschiedener Hinsicht problematisch. Der zur Anwendung kommende Ansatz, dass zuerst eine zweite Landessprache gelernt, oder besser unterrichtet werden soll, eignet sich allenfalls als Ausstellungsmodell im
Ballenberg.
Ein weiter problematischer Punkt, ist, dass sich die Kantone im Rahmen der Harmonisierung der Bildung (Harmos) bereits auf ein Modell geeinigt haben, das wesentlich fortschrittlicher ist. Es ist eine absolute Utopie zu denken, dass die Verständigung innerhalb der Schweiz durch vier Landessprachen gefördert wird. Hand aufs Herz, wer lernt schon alle vier Landessprachen und hat den anderen erst noch etwas zu sagen?
Wie bereits im Sprachmodell 2020 gefordert, wäre es sinnvoll, wenn der Bund Englisch als Amtssprache und auf Bundesebene, diese auch als Landessprache einführen würde. Latein und Althochdeutsch wurde ja auch einmal abgelöst.
Die Details zum Sprachgesetz findet man im Amtlichen Bulletin.